Welche Katze jagt schon Schrimps?

Seit nahezu 16 000 Jahren leben Hund und Mensch nun schon zusammen. Eine erfplgsgeschichte. Was zunächst als „Zweckgemeinschaft“ nützlich war, entwickelte sich erst durch gezielte Züchtung auf äußere Merkmale, seit einigen hundert Jahren zur „Liebhaberei“. Hierbei wurden bis in die 1950er Jahre die Tiere von „Resten“ der menschlichen Nahrung ernährt. Also von den „Abfällen“ dessen, was z.B. von der Jagd, Viehzucht und Ackerbau übrig blieb.                                                                                Prinzipiell hat sich daran bis heute nichts geändert. So entstand das Tierfutter wohl auch aus „Abfällen“ der Herstellung industriell gefertigter Nahrungsprodukte. Sicherlich kann man heute nicht mehr davon reden, dass Tiernahrung aus „Abfällen“ produziert wird. Hierzu gibt es sehr eng gefasste Richtlinien und Gesetzte, die „lückenlos“ erscheinen. Generell kann man jedoch feststellen, dass sich das Fertigfutter in zwei Richtungen einteilen lässt. Einmal „billig, billig“: Hier werden natürlich „Materialien“ verwendet, die bei der Herstellung menschlicher Lebensmittel anfallen, da kommt nahezu alles zur Anwendung, egal, ob pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Leider scheint es manchmal so zu sein, dass all das in die Verarbeitung gelangt, was nicht ausdrücklich verboten ist. Was die Hersteller in den Produkten verwenden muss auf der Verpackung angegeben werden. Doch wenn dort zum Beispiel zu lesen ist: „20% Eiweiß“ kann dies zu einem großen Anteil auch aus pflanzlichen Quellen stammen (Soja etc.). Eine Dose „Geflügel“ enthält also u.U. nur zu einem geringen Anteil wirklich Geflügelfleisch.

Der andere Trend ist die Herstellung, angeblich gezielt auf die Bedürfnisse einzelner Rassen abgestimmt. Da gibt es Nr. 14 für den kleinen Hund, Nr. 34 für die Katze mit flauschigem Fell und Nr. 0815 für den Haushund. Sicherlich zeigen diese „Spezialfutter“ ihre „Wirkung“, aber wie nahe diese „Industriefutter“ einer natürlichen Ernährung entsprechen sei dahingestellt. Schließlich gilt es für die Hersteller ganz andere Kriterien zu bedenken, als eine „gute Ernährung“ der Tiere. Geruch, Aussehen und Konsistenz der Nahrung müssen so beschaffen sein, das vor allem Frauchen und Herrchen von dem Produkt angetan sind. Zudem müssen Standards, wie Mindesthaltbarkeit (Konservierung) und Akzeptanz durch das Tier (Lockmittel) gewährleistet sein. Was nutzt das beste Futter, wenn „Waldi“ es stehen lässt?                                                                                                        So gelangen Stoffe in die Tiernahrung, die von der Natur her nicht unbedingt für die Tiere vorgesehen waren, oder kennen Sie eine Katze, die Shrimps jagt?                                         Die „Hardliner“ des BARFENS fragen sogar nach, inwieweit das Rind in das Beuteschema einer Hauskatze gehört.

Infos: Praxis   Infos: Shop

Werbeanzeigen

Über Dr. Frank Apfel

Ich betreibe seit über 20 Jahren eine ganzheitlich ausgerichtete Kleintierpraxis in Rees, am Niederrhein.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s