Akupunktur in der Tiermedizin

In der Therapieform der  Akupunktur  finden wir ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin, dessen Wurzeln sich fast 5000 Jahre zurück verfolgen lassen. In dem taoistisch (daoistisch) geprägten Weltbild, dass uns westlich, wissenschftlich und analytisch geprägten Medizinern oft nicht einfach zugänglich erscheint, geht man davon aus, dass die Lebensenergie, das Qui (Chi)  im Körper zirkuliert und sich, u.a. in einem Netz von definierten Längsbahnen, den Meridianen, auf der Körperoberfläche (Haut)  darstellt. Hier kann der Therapeut auf den Energiefluss, der sich auf die einzelnen Körperfunktionen auswirkt, auf unterschiedliche Art und Weise einwirken. Verwandte Behandlungsformen sind die Akupressur, die Moxibustion, aber auch die Neuraltherapie (ca. 1920er Jahre in Deutschland entwickelt).

Unabhängig von der Ursache der Erkrankung kann hier der Tierarzt, nach einer eingehenden Untersuchung, in der schon „gestörte Punkte“ auffällig erscheinen können, durch diese Therapie die Selbstheilung des Organismus unterstützen, indem z.B. Blockaden ( Störfelder) erkannt und „überbrückt“ und beseitigt werden können, um einen besseren Energiefluss wieder herzustellen.                                                                         Hierbei kommen nicht immer Nadeln als ursprüngliche Form der Behandlung zum Einsatz. In der Weiterentwicklung dieser Therapie kommen z.B. auch die Elektro- und Laserakupunktur zur Anwendung, um die entsprechenden Punkte auf der „Landkarte der Gesundheit“ zu beeinflussen.

Die Akupunktur wird bei uns, sowohl bei akuten Veränderungen aber auch bei chronischen Erkrankungen, allein oder unterstützend, auch in der Kombination mit schulmedizinischen Therapien und auch begleitend (Akupressur durch den Besitzer) bei Tieren eingesetzt. Kann eine dauerhafte Reizsetzung den Karnkheitsprozess positiv beeinflussen, so wird sich der Therapeut u.U. auch der sog. Goldakupunktur bedienen.                                                                                 Gute Erfolge lassen sich mit dieser Therapie in den Bereichen des Bewegungsapparates (Verspannungen im Muskelbereich und Veränderungen an Sehnen, Bändern und Gelenken), ebenso wie bei Prellungen und Zerrungen, erzielen. – Ein gebrochenes Bein oder ein ausgerenktes Gelenk gehören natürlich schulmedizinisch und chirurgisch versorgt. Der Heilprozess aber kann sehr gut durch naturheilkundliche oder erfahrungsheilkundliche Vorgehensweisen unterstützt werden. –                                                                                  Auch chronische Veränderungen z.B. durch Verschleiß, wie sie bei Arthrosen oder Paresen (Lähmungen) anzutreffen sind, können in ihren Auswirkungen auf die Lebensqualität der Tiere oft positiv beeinflusst werden.

Klassische „Einsatzgebiete“ sind somit die HD (Hüftgelenksdysplasie), der Ellenbogen, Rückenprobleme, wie die „Dackellähme“, das „Lendenwirbelsäulensyndrom“ (LWS) u.v. mehr.

                                                                                                                                                         Aber auch Erkrankungen anderer Form, wie Allergien, Unverträglichkeiten, ja sogar Verhaltensauffälligkeiten und viele Veränderungen, bei denen die Schulmedizin an ihre Grenzen zu stoßen scheint, können durchaus positiv beeinflusst werden.

Hierbei benötige ich als Therapeut jedoch immer auch die Unterstützung der Tierhalter, da eine alleinige Einzeltherapie i.a. nur als ein „Startschuss“ in einem gemeinsam erarbeiteten Behandlungsplan angesehen werden kann,  für den es wichtig ist, den jeweiligen Patienten und den individuellen Prozess ganzheitlich zu betrachten und wofür es gilt sich auch die entsprechende Zeit zu nehmen.

Besonders bei unseren weit angereisten Patienten ist es mir wichtig den fortlaufenden Kontakt und Austausch zwischen Behandelndem und Tier – Besitzer aufrecht zu erhalten und diese zu motivieren und zu unterstützen.

Gern informiere ich Sie  ausführlich über die Problematiken und Möglichkeiten der begleitenden „Behandlung“ durch Frauchen und Herrchen.

Infos: Praxis   Infos: Shop

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Über Dr. Frank Apfel

Ich betreibe seit über 20 Jahren eine ganzheitlich ausgerichtete Kleintierpraxis in Rees, am Niederrhein.
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