Aromaöle in der Tierheilkunde

In der Aromatherapie findet sich eine der faszienierensten Behandlungformen der Naturheilkunde. Schon in den alten Kulturen in Ägypten und Mesopotamien finden sich Hinweise zur Anwedung von Ölen und Esszenzen für die innerliche und äußerliche Anwendung.                                                                                                                                      Als Bestandteil der Phytotherapie hat sie ihre „modernen Wurzeln“ in den Arbeiten des französischen Chemikers René-Maurice Gattefossé, der sich zu Beginn des 19ten Jahrhunderts, auch im Rahmen der Parfümherstellung, mit den Wirkungen von Extrakten auf den Organismus beschäftigte. Bis in die 1970er Jahre hinein, so die Quellen, hat man in französischen Krankenhäuser Raumdesinfektion durch die Verräucherung von Pflanzen und Harzen betrieben.                                                                                                                      In der heutigen Form der Aromatherapie kommen naturreine (NIE naturidentische o. ä.) Substanzen in Form der Inhalation oder durch äußerliche Applikation zur Anwendung.     In der Inhalation bevorzuge ich die Verwendung von Wasserdampf als Trägermedium, da mir dieser, durch den Nutzen seiner warmen Feuchtigkeit, als wesentlich geeigneter erscheint, als die z.B. in der Kinderheilkunde gebräuchlichen Ultraschallvernebeler.

Hierbei kann zwischen der direkten Wirkung der verwendeten Substanzen auf Haut und Schleimhäuten (desinfizierende Wirkung von Teebaumöl – Vorsicht bei Katzen!), und der Beeinflussung der Psyche über den Geruchssinn und das Auslösen emotionaler Ereignisse (Beruhigung, Anregung, Konzentration u.v.m.) unterschieden werden.                                   In unserer Praxis kommen, neben sog. „scharfen Einreibungen“, i.d.R. Öl- und Kräutermischungen zur Verwendung, die z.B. mittels Duftlampen (bitte immer beaufsichtigen) oder über Duftsteine oder –kissen ihre Wirkung verbreiten. Hierbei ist die Behandlung von „Verhaltensauffälligkeiten“ der Katze ein dankbares „Feld“, da es bei diesen Tieren nicht immer einfach ist homöopathische Arzneien zu verabreichen.     Obwohl Aromaöle (noch) frei verkäuflich sind, unterliegen diese, je nach Verwendung den Arznei-, und den Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelrechten.                                                  Ätherische Öle sollen, unbedingt, nur nach sorgfältiger Auswahl(Indikation) und wohlüberlegt dosiert angewendet werden, da durchaus sogar toxische Erscheinungen (bis hin zur tödlichen Vergiftung) auftreten können. Besonders bei kleinen Tieren (große Körperoberfläche), bei Tierarten mit besonders empfindlicher Haut, kleinen Heimtiere und Vögeln, aber auch bei der Anwendung durch Kinder oder während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten!                                                                                                                             Als ganz besonders gefährlich ist die potenzielle Allergenität der Aromaöle zu betrachten. Bei bekannter Neigung zu allergischen Reaktionen sollte daher im Zweifelsfall auf eine Anwendung verzichtet werden.

Besonders bei unseren weit angereisten Patienten ist es mir wichtig den fortlaufenden Kontakt und Austausch zwischen Behandelndem und Tier – Besitzer aufrecht zu erhalten und diese zu motivieren und zu unterstützen.                                                                         Gern informiere ich Sie  ausführlich über die Problematiken und Möglichkeiten der begleitenden „Behandlung“ durch Frauchen und Herrchen.

Infos: Praxis   Infos: Shop

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Über Dr. Frank Apfel

Ich betreibe seit über 20 Jahren eine ganzheitlich ausgerichtete Kleintierpraxis in Rees, am Niederrhein.
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