Eigenblutbehandlung bei Tieren

Diese Behandlungsform lässt sich ursprünglich auf den englischen Arzt William Highmore (1874) zurückverfolgen. Der Grundgedanke dieser, in vielen Varianten praktizireten Therapie besteht darin, dass dem Patienten das ihm entnommene Blut in unterschiedlichster Weise „präsentiert“ wird, um das Immunsystem neu zu stimulieren.

Klassisch ist hierbei die sofortige Reinjektion des venös entnommenen Blutes unter die Haut (Pferd, Sommerräude). Hierbei wird in einem fest vorgegebenem Therapieplan, schon ab dem Februar, dem Tier, in aufstegender Menge, das Blut appliziert, um die Abwehr des Patienten bereits vor der „Erkrankung“ zu schulen. Ziel ist es, den Mechanismen der Immunabwehr die patienteneigenen Informationen, die sich im Blut finden, an einer „Neuen“ Stelle des Körpers (hier unter die Haut) zu präsentieren, damit die Abwehrmechanismen des Körpers von neuem aktiv werden können.        Unterstützend verwenden wir bei oder mit der Injektion z.B. auch homöopathische Arzneimittel, die einerseits positiv auf die Abwehr des Tieres einwirken sollen (Echinacea) oder, ihrem Arzneibild nach, den Symptomen des Patienten entsprechen.

In der Behandlung u.a. von Juckreiz, Allergien und chronischen Erkrankungen bei Kleintieren wird das entnommene Blut durch uns z.B. auch homöopathisch „Aufbereitet“. Auch hierbei ist der Gedanke dem Patienten, in aufsteigender Potenzierung, über dessen Schleimhäute, Reize zu vermitteln, die seine Selbstheilungskraft anregen. Der Vorteil  liegt dann darin, dass auch „außerhalb“ der Vorstellungen in der Praxis der Tierhalter die ertsellten „Arzneien“ verabreichen kann.

Je nach Krankheitsgeschehen kann diese Art der Behandlung mit vielen Arzneien und weiteren Behandlungsmethoden kombiniert werden. Voraussetzung ist jedoch, dass der Behandelnde, z.B. bei „austherapierten“ Patienten zu erkennen vermag, in wie weit das Immunsystem des Tieres überhaupt noch in der Lage ist, zu reagieren.                            Dann versuchen wir in vielen Fällen, z.B. auch über diätetische Maßnahmen, die „Hebel“ wieder auf „Null“ zu stellen, um die Abwehrmechanismen des Patienten von Neuem zu „schulen“.                                                                                                                                  Hierbei muss berücksichtigt werden, dass sehr häufig der „Startschuß“ für ein „fehlerhaftes“ oder „überschießendes“ Verhalten der Immunabwehr schon im Welpenalter (z.B. durch eine „falsche“ Ernährung) gesetzt wird, sodass zu Beginn der Therapie z.B. auch eine sog. „Darmsanierung“ (ein Großteil des Immunsystems befindet sich im Bereich des Darmes), erfolgen sollte.

Infos: Praxis   Infos: Shop

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Über Dr. Frank Apfel

Ich betreibe seit über 20 Jahren eine ganzheitlich ausgerichtete Kleintierpraxis in Rees, am Niederrhein.
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